Arzt oder Heilpraktiker?

Arzt oder Heilpraktiker

Immer mehr Menschen suchen für eine Behandlung einen Heilpraktiker auf. Vorbei ist die Zeit, in der ein Heilpraktiker ein Schattendasein fristete. Patienten haben heute ein neues und anderes Bewusstsein für die alternative Medizin und frühere Zweifel an Scharlatanerie eines Heilpraktikers sind in weite Ferne gerückt.

Für die Befürworter der Alternativmedizin steht fest, dass Heilpraktiker eine andere Vorgehensweise an Krankheitsbilder haben, während Ärzte oftmals nur krank oder gesund kennen. Heilpraktiker betrachten immer das Ganzheitliche: Körper, Geist und Seele – weil es eben zusammengehört.

Der Unterschied

Zum einen unterscheiden sich beide in ihrer Ausbildung und Prüfung, ihren Befugnissen und zum anderen vor allem durch unterschiedliche Abrechnungsmöglichkeiten.

Heilpraktiker:

Zu den Aufgaben eines Heilpraktikers gehören unter anderem die Analyse von Blutwerten, Blutabnahme, das Untersuchen von Organen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und auch das Setzen einer Spritze. Heilpraktiker sind keine Ärzte, werden aber in ihrer Ausbildung geschult alle körperlichen und psychischen Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln.

Ausbildungsdauer:

Zwei bis drei Jahre, danach Weiterbildung in Fachgebieten (z.B. Osteopathie). Zur Ausbildung müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: Der Auszubildende muss mindestens 25 Jahre alt sein. Er muss eine Bescheinigung von einem Arzt über eine Eignung zu diesem Beruf und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Zusätzlich muss sich der Auszubildende vom Gesundheitsamt testen lassen und sich einer Prüfung unterziehen. Damit soll gewährleistet werden, dass der angehende Heilpraktiker Gefahren abwehren kann. Das heißt, er muss Diagnosen für Krankheiten erstellen können und vor allem Notfälle erkennen. Naturheilkundliche Verfahren bleiben dabei unberücksichtigt.

Arzt:

Er leistet im Gegensatz unter anderem Geburtshilfe und behandelt meldepflichtige Erkrankungen. Auch die Zahlbehandlung gehört zu den Aufgaben eines Arztes. Nur er darf sie ausführen. Ebenso darf nur ein Arzt den Tod eines Patienten feststellen.

Ausbildungsdauer:

Sechs bis elf Jahre Medizinstudium. Danach kann er – nach bestandenem Staatsexamen und einer Approbation – auch als Assistenzarzt beispielsweise in einer Klinik, tätig werden. Außerdem besteht die Möglichkeit einer fünf- bis sechsjährigen Facharztausbildung (z.B. Facharzt für Allgemeinmedizin, für Gynäkologie). Eine Ausbildung während des Studiums in Naturheilverfahren nimmt nur einen geringen Anteil ein.

Statt Crash-Diäten: Gesund abnehmen – aus Liebe zu sich selbst

Lieber rund und gesund? Das ist kein schlauer Spruch, denn die meisten übergewichtigen Menschen wollen abnehmen, schon allein der Gesundheit wegen. Jahr für Jahr beginnen Millionen von Menschen eine Diät und erzielen in den meisten Fällen nur kurzfristigen oder mäßigen Erfolg. Das liegt vor allem daran, dass beim Abnehmen so einiges falsch gemacht wird. Jeder träumt davon schnell mal ein paar Pfunde zu verlieren – natürlich ohne Hungern und Bewegung. Aber so schnell geht es nicht, man muss schon etwas dafür tun – sonst bleibt es beim Traum.

Das muss nicht sein. Dauerhaft gesund abnehmen kann man nur für sich selbst, dabei geht es wirklich nur darum, dass man sich um sich selbst kümmert und das klappt nur mit einem gesunden Maß an Selbstliebe. Es ist ein Irrglaube, dass man mit wenig Essen den besten Erfolg beim Abnehmen hat. Eine Crash-Diät, bei der schnell die Pfunde purzeln, funktioniert nur kurze Zeit und schnell kommt der Jo-Jo-Effekt. Außerdem sind die ersten Pfunde immer nur Wasser und Muskelmasse. Auf lange Sicht hilft nur eine langfristige und nachhaltige Ernährungsumstellung.

Auf das Essen kommt es an

Geben Sie dem Körper nur das, was er braucht. Dazu gehören zwar Fette, Eiweiß und Kohlehydrate. Aber in der richtigen Auswahl: Kartoffeln und Vollkornprodukte machen lange satt und liefern Energie, Nähr- und Ballaststoffe. Unser Körper braucht auch Fette, aber zum Abnehmen sollten es pflanzliche Fette (Olivenöl oder Rapsöl) sein. Sie sind reich an Vitamin E und enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Bei Milchprodukten, Fleisch und Fisch sucht man sich nur fettarme Varianten aus.

Aktiv sein – ohne Bewegung geht gar nichts

Bewegung ist nicht nur deshalb wichtig, damit sich die Haut nach dem Abnehmen wieder zurückbilden kann, sondern sie sorgt auch für eine effektive Fettverbrennung. Eine bessere Kondition erhält man mit einem Ausdauertraining und außerdem stärkt es das Herz-Kreislauf-System. Ideal ist, wenn man sich dreimal in der Woche mindestens 40 Minuten mit Walken, Radfahren oder Laufen bewegt und zusätzlich ein Work-out macht (einmal pro Woche).

Entspannen und Stress abbauen

Stress ist ungesund und verhindert gesundes Abnehmen. Deshalb sorgen Sie für einen guten Schlaf und Entspannung. Denn wer müde ist, hat auch meistens Appetit auf etwas Süßes.
Deshalb: Lassen sie den Stress des Tages gezielt hinter sich und entspannen Sie sich täglich. Dabei helfen schon 15 Minuten, um das „Frustessen“ zu verhindern. Stress steigert den Appetit und verhindert gesundes Abnehmen.

Übrigens: Nicht nur während des Sports werden Kalorien verbrannt – auch in der Ruhephase verbrennt ein trainierter Körper Kalorien.

Gesund bleiben bis ins hohe Alter

Fit bleiben

Das wertvollste Gut eines Menschen ist seine Gesundheit. Ohne sie geht nichts. Ein Mensch ist gesund, wenn er weder Krankheit noch Gebrechen hat und sich körperlich und geistig wohlfühlt.

Wir haben es selbst in der Hand, können unseren Alltag beeinflussen, für eine positive Lebenseinstellung sorgen und achtsam auf uns sein. Daher sollten wir uns viel in der freien Natur bewegen, uns gesund ernähren, eine aktive Freizeit gestalten, gesunden Sport ausüben, erholsamen Schlaf genießen, Überbelastung ebenso vermeiden wie den Genuss von zu viel Alkohol und Nikotin, keine Medikamente missbrauchen – um so den Körper und den Geist fit bis ins hohe Alter zu halten.

So kann es gelingen:

Wasser
… ist ein Hauptbestandteil des Blutes sowie ein Teil der Körperzellen. Wassermangel schadet unserem Körper. Außerdem lassen die Konzentrationsfähigkeit und die Hirnleistung bei Wassermangel nach. Zum Durstlöschen eignen sich Fruchtschorlen, Kräutertees und natürlich das Wasser. Mindestens zwei Liter davon sollte der Mensch täglich aufnehmen.

Ernährung
… ist einer der Hauptfaktoren zur Erhaltung der Gesundheit. Empfohlen wird mindestens fünfmal am Tag der Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Jeweils ein Apfel, eine Portion Gemüse – am besten roh. Außerdem gehören zur gesunden Ernährung wenig Fleisch, Hülsenfrüchte, fettarme Milchprodukte, dafür aber viele pflanzliche Kohlenhydrate und wenig Fett.

Sauerstoff
… an der frischen Luft und in der freien Natur weckt nicht nur Lebensgeister, sondern sorgt auch für die nötigen Abwehrkräfte. Ein täglicher Spaziergang und das Licht der Natur verbessern unsere Stimmung durch Serotonin und Licht ist außerdem wichtig, damit unser Körper das Vitamin D produziert, das für starke Knochen sorgt.

Schlafen
… regeneriert. Gutes und regelmäßiges Schlafen ist wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit. Während wir schlafen, fährt der Stoffwechsel einen Gang runter, aber das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem und unser Gehirn regenerieren sich. Menschen, die zu wenig Schlaf haben, müssen mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt rechnen.

Bewegung
… bringt den Körper auf Touren und hält ihn fit. Regelmäßiger Sport stärkt Abwehrkräfte, senkt den Stress und beugt Krankheiten (Diabetes, Übergewicht, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) vor. Schon eine halbe Stunde Bewegung – fünf- oder siebenmal die Woche – beugt vor und auch ältere Menschen profitieren sofort von den Auswirkungen. Autogenes Training oder Yoga helfen zu entspannen und bringen Ausgeglichenheit und Gelassenheit, wenn Hetze und Stress überhandnehmen. Denn die könnten zu ernsthaften körperlichen und psychischen Erkrankungen führen.

Bodyguard des Körpers: Immunsystem

Immunsystem

Einen besseren Schutz gibt es nicht. Immer, wenn eine Gefahr lauert, ist es da und kämpft für unsere Gesundheit: Das Immunsystem. Es ist das Sicherheitssystem unseres Körpers, es ist unser Kämpfer. Und es kämpft jeden Tag ums Überleben – gegen Viren, Mikroben und Bakterien.

Wird das Immunsystem geschädigt, sieht es schlecht aus. Wer wehrt nun Erkältungen und Grippe oder andere bakterielle Infektionen ab? Aber: Das Immunsystem fit zu halten ist eigentlich nicht schwer, wenn man weiß, wie es geht:

Fitness für das Immunsystem

In den Wintermonaten, wenn es draußen kalt und eisig ist, brauchen wir vor allem drei Dinge: Licht, Bewegung und Ruhe. Wir benötigen Licht, um das Stimmungshormon Serotonin auszuschütten, Bewegung, um die Botenstoffe und die Abwehrzellen auf Trab zu bringen und die Ruhe brauchen wir, um Cortisol (Stresshormon) abzubauen.

Sonne - Wenn wir draußen in der Sonne sind und die Strahlen auf unsere Haut treffen, bildet sich Vitamin D, das die Killerzellen aktiviert. Diese Zellen erkennen kranke Zellen und töten sie ab.

Schlaf – ist ungeheuer wichtig und daher sollten es mindestens sieben Stunden sein. Wenig Schlaf reduziert das Immunsystem, und wenn man eine längere Zeit nur wenige Stunden schläft, bricht es praktisch zusammen. Das könnte den Viren gefallen, denn die lauern schon im Körper darauf auszubrechen und wagen dann eine Attacke, die zu einer Krankheit führen kann.

Bewegung – aktiviert die Killerzellen. Das erreicht man durch eine gewisse Regelmäßigkeit mit Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen. Mehrmaliges Joggen in der Woche verhindert Krankheiten und baut Stress ab.

Essen – aber richtig. Am besten ernährt man sich ausgewogen, das stärkt den Bodyguard in unserem Körper und der freut sich besonders über Vitamine und Mineralien. Im Darm finden sich rund 70 Prozent der Immunzellen und den kann man durch eine vielseitige Ernährung gesund gehalten. Daher am besten viel frisches verschiedenes Obst und Gemüse, Nüsse, Produkte aus Vollkorn und Hülsenfrüchte essen.

Fußbad – eignet sich hervorragend, um das Immunsystem fit zu halten. Heiß-kalte Fußbäder bringen den Kreislauf in Schwung. Dafür stellt man zwei Gefäße nebeneinander, in das eine füllt man kaltes und in das andere etwa 38 Grad warmes Wasser. Das Wasser sollte bis zur Wade reichen. Dann stellt man die Füße drei Minuten in das warme Wasser, danach (rund 20 Sekunden) ins kalte Wasser. Bevor man das Fußbad mit kaltem Wasser beendet, sollte man die Prozedur dreimal wiederholen.

Lachen – und zwar viel. Unsere psychische Verfassung sowie die Abwehrkräfte werden durch das Nerven- und Hormonsystem beeinflusst. Das bedeutet auch, dass wir anfälliger für Infektionen sind, wenn wir Sorgen haben. Wenn wir aber lachen, uns pudelwohl fühlen oder auch frisch verliebt sind, dann reagiert die körpereigene Abwehr auch und durch das Lachen wird das Immunsystem stimuliert und lässt den Gehalt Immunglobin im Blut steigen.